Der Auktionskalender von RM Sotheby’s im Juli 2026 führte durch Deutschland, Großbritannien, Abu Dhabi und eine vertrauliche Online-Auktion. Hier sind die tatsächlichen Spitzenfahrzeuge und veröffentlichten Ergebnisse jeder Veranstaltung, gefolgt von dem, was diese Zahlen über den Sammlermarkt sagen.
Die vier Auktionsformen des Juli
Der Tegernsee erreichte 10,5 Millionen Euro bei 91 Prozent Verkaufsquote
Die Auktion am Tegernsee bot 20 Fahrzeuge und vier Lose an Erinnerungsstücken. RM Sotheby’s meldete einen Gesamtumsatz von 10,5 Millionen Euro und eine Verkaufsquote von 91 Prozent.
Ein Ferrari 599XX Evo von 2009 führte mit 2.536.250 Euro, gefolgt von einem Ferrari 812 Competizione von 2023 mit 1.467.500 Euro und einem Porsche Carrera GT von 2004 mit 1.445.000 Euro. Die ersten drei verbanden Ferrari-Technik allein für die Rennstrecke, einen begrenzten modernen V12 und einen analogen Maßstab unter den Supersportwagen.
Woodcote Park wurde zu einer Auktion über 16 Millionen Pfund
Die erstmals ausgerichtete Auktion in Woodcote Park brachte 15.975.765 Pfund. Ein Ferrari F40 von 1990, von Michelotto für Jean Sage umgebaut, erzielte 3.605.000 Pfund, ein Porsche 911 Carrera RSR 3.8 Straßenversion von 1993 erreichte 3.492.500 Pfund.
Das Ergebnis des Porsche war besonders bemerkenswert, weil der Wagen einer von zwei Straßenversionen mit vollständig ausgekleidetem Innenraum war und nur 10 Kilometer zeigte. Ein Aston Martin DB5 Shooting Brake by Radford von 1966 vervollständigte die ersten drei mit 848.750 Pfund.
Abu Dhabi erprobte eine kategorienübergreifende Luxusform
Die Auktion Collectors’ Edit in Abu Dhabi lief vom 23. Juni bis zum 10. Juli online und verband Fahrzeuge mit Uhren, Schmuck, Handtaschen und Hochleistungsfahrrädern. Dieser Ansatz stellte Automobile in ein weiteres Sammlerumfeld des Luxus, statt sie als eigene Kategorie zu führen.
Für Fahrzeugkäufer blieben die praktischen Einzelheiten vertraut. RM Sotheby’s erhob auf Fahrzeuge ein Aufgeld von 10 Prozent zuzüglich anfallender Mehrwertsteuer, lagerte die Lose in Dubai und legte die Verantwortung für die Umschreibung in das Verfahren der Vereinigten Arabischen Emirate.
Sealed July stellte Zurückhaltung über öffentliche Preise
Die Form Sealed July endete am 16. Juli und führte Fahrzeuge an verschiedenen Standorten. Ihre vertrauliche Gebotsstruktur kam ohne Aufgeld aus, und die erzielten Preise wurden nicht veröffentlicht.
Das macht die Auktion für öffentliche Preisvergleiche weniger brauchbar, für bedeutende Fahrzeuge jedoch möglicherweise reizvoll, deren Besitzer Wert auf Zurückhaltung legen. Der schwarze Ferrari F50 zeigte, wie ein genauer Katalog auch dann Marktwissen schaffen kann, wenn der Kaufpreis unbekannt bleibt.
Der rote Faden war die Genauigkeit
Die stärksten Ergebnisse hingen nicht an vagen Beteuerungen von Seltenheit. Jeder Spitzenwagen hatte eine genaue Begründung: ein Ferrari aus dem XX-Programm, auf Evoluzione-Ausführung gebracht, ein von Michelotto umgebauter F40 mit der Herkunft von Jean Sage oder einer von zwei ungewöhnlich ausgestatteten Porsche RSR für die Straße.
Für den Markt insgesamt bestätigen die Juli-Ergebnisse ein diszipliniertes Muster. Sammler zahlen weiterhin für Fahrzeuge, die eigenes Profil, Unterlagen und Zustand verbinden. Eine kleine Stückzahl allein genügt nicht, wenn Geschichte oder Ausstattung schwer zu belegen sind.